Rafting in der Köprülü-Schlucht: der Guide
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Die Köprülü-Schlucht im Bezirk Manavgat ist ein Nationalpark und beherbergt die bekannteste Raftingstrecke der Türkei. Die vom Fluss Köprüçay in den Taurus geschnittene Schlucht zieht jedes Jahr Hunderttausende an — wegen der Landschaft ebenso wie wegen des Wassers.
Saison und Wasserstand: Die Raftingsaison läuft meist von Ende April bis Mitte Oktober. Im Mai und Juni sorgt die Schneeschmelze für hohen Pegel und kaltes Wasser, was eine lebhaftere Fahrt bedeutet. Von Juli bis September erwärmt sich das Wasser und die Strömung wird sanfter — die bevorzugte Zeit für Einsteiger und Familien.
Schwierigkeit: Die 14 Kilometer lange Standardstrecke gilt international als Klasse II–III: spannend, aber ohne technische Vorkenntnisse machbar. Auch Nichtschwimmer können mitfahren; Schwimmweste, Helm und professionelle Guides sind inklusive. Das Mindestalter liegt meist bei 7 Jahren, variiert aber je nach Anbieter.
Dauer und Kosten: Touren dauern meist einen halben Tag; Hoteltransfer, Ausrüstung und Mittagessen (oft ein Grillessen am Fluss) sind enthalten. Tagestransfers gibt es ab Antalya-Zentrum, Side, Belek und Alanya; die Fahrzeit beträgt ein bis zwei Stunden.
Was mitnehmen: Sie werden nass — Wechselkleidung und Handtuch sind Pflicht. Dazu Sonnencreme, eine wasserdichte Hülle oder Actioncam und Sandalen, die am Fuß halten (Flip-Flops sind ungeeignet). Wertsachen bleiben besser im Fahrzeug; die meisten Anbieter stellen eine wasserdichte Tonne.
Was es sonst gibt: Neben dem Rafting ist die römische Oluk-Brücke das eindrucksvollste Bauwerk: Sie spannt sich 27 Meter über die Felsenklamm. Die seit rund 2.000 Jahren stehende einbogige Steinbrücke ist zusammen mit dem türkisen Wasser darunter das klassische Fotomotiv. Im Park liegen zudem Wanderwege und die Ruinen des antiken Selge.
Tipp: Buchen Sie einen frühen Vormittagstermin. Das Wasser ist ruhiger und es ist weniger los; nachmittags füllt sich die Gegend mit Reisebussen.

